Die transkranielle Pulsstimulation (TPS) ist eine seit 2018 zugelassene, nichtinvasive Therapieform, die bei Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Erkrankung sowie bei bestimmten Formen des Parkinson-Syndroms eingesetzt wird.

Derzeit liegen noch keine abschließenden wissenschaftlichen Studien vor. Es existieren jedoch zahlreiche positive Erfahrungsberichte bei Erkrankungen wie Alzheimer, anderen Demenzformen, Parkinson, Depressionen sowie Long Covid.

Ziel der TPS ist die gezielte Stimulation verschiedener Hirnregionen, um kognitive Funktionen zu fördern. Dazu zählen insbesondere die Verbesserung der Gedächtnisleistung, der sprachlichen Fähigkeiten sowie des Orientierungsvermögens.

Technisch basiert die Methode auf niedrigfrequenten, hochenergetischen, fokussierten Schallimpulsen, die mit hoher Druckamplitude kortikale Hirnareale und Gewebetiefen von bis zu 8 cm erreichen können. Aufgrund der niedrigen Frequenz ist die Behandlung gut verträglich und führt – im Gegensatz zum klassischen Ultraschall – nicht zu einer relevanten Gewebeerwärmung.

Die TPS wird von den Patientinnen und Patienten in der Regel als unkompliziert und schmerzfrei empfunden.

Vor Beginn der TPS trägt der Therapeut/Neurologe ein Gel auf die Kopfhaut bzw. auf das Haar auf. Dieses ermöglicht eine optimale Übertragung der Impulse. Der Patient setzt sich zusätzlich eine spezielle Brille auf, die zur Ermittlung der richtigen Kopfposition dient.

Während der Therapie bewegt der Arzt / die Ärztin den Ultraschallkopf über die Bereiche auf der Kopfhaut. Trotz der hohen Druckamplitude beträgt die mittlere Leistungsdichte aufgrund der relativ geringen Pulswiederholrate von 5-10 Hz nur 0,1 W/cm2. Somit gibt es keinen Erwärmungseffekt und es entstehen keine Mikroläsionen.

Eine Therapiesitzung dauert in der Regel etwa 30 Minuten.

Unsere Patient/innen erhalten anfänglich über 2 Wochen insgesamt 6 Sitzungen à 30 Minuten. Danach ist eine Sitzung pro Monat vorgesehen. Nach einem Jahr beginnt das Prozedere von vorne, sozusagen als Boostereffekt.

Während der Behandlung ist weder eine Rasur noch eine Fixierung des Patienten notwendig.

Fragen und Antworten

Bitte lesen Sie diese Hinweise vor Ihrem Besuch bei uns.

Nein, hier handelt es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die Patienten grundsätzlich selbst bezahlen müssen. Sollten Sie bei einer privaten Krankenkasse versichert sein, erfragen Sie bitte, ob Ihre Kasse die Kosten übernimmt.

Eine Therapiesitzung dauert in der Regel etwa 30 Minuten. Im Durchschnitt umfasst eine TPS-Behandlung sechs Sitzungen innerhalb von zwei Wochen, danach 1x im Monat bis zu einem Jahr.

Es gibt keine bestimmten Vorgaben.

Patientinnen und Patienten können den restlichen Tag in der Regel wie gewohnt gestalten. Wir empfehlen jedoch, zum Termin eine Begleitperson mitzubringen, die während der Behandlung unterstützend zur Seite steht und auf dem Heimweg begleitet.

Nein, das ist nicht nötig. Es gibt keine Läsionen an Haare und/oder Kopfhaut.

Die TPS verhindert durch die kurze Stimulationsdauer die Gefahr einer Gewebserwärmung und führt daher auch zu keinen Schmerzen.

Kontakt

Verantwortlicher Arzt:
Can Onaygil
Facharzt für Radiologie

Tel Nr. (030) 2145918-1200
Email: tps@beranuk.de

Weiterführende Informationen finden Sie unter: Alzheimer Demenz – Hilfe durch neue zugelassene Therapie – TPS: Alles zu Alzheimer Demenz

Weitere Infos zur Behandlung erfahren Sie auf der Sete von Storz Medical unter https://www.tps-neuro.com/de