Ablauf der Untersuchung (kurative Diagnostik)

Zu Beginn der Untersuchung führt die Radiologin oder der Radiologe ein ausführliches Gespräch mit Ihnen, in dem Sie Ihre Beschwerden und Fragen schildern können.

Im Anschluss erfolgt – selbstverständlich nur mit Ihrem Einverständnis – die körperliche Untersuchung. Dazu gehört auch das Abtasten der Brüste sowie der Achselhöhlen, um die Diagnose bestmöglich zu unterstützen.

Nach der Untersuchung findet ein persönliches Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt statt, in dem die Ergebnisse verständlich erläutert und das weitere Vorgehen besprochen werden.

Da es sich um eine kurative Untersuchung handelt, ist keine Überweisung erforderlich.
Der schriftliche Befund wird Ihnen im Anschluss direkt zugesendet.

3D-Mammographie (Tomosynthese)

Die 3D-Mammographie ist eine moderne Weiterentwicklung der digitalen 2D-Mammographie.
Anstelle eines einzelnen flachen Bildes wird die Brust in viele dünne Schichten aufgenommen.

Dabei bewegt sich eine Röntgenkamera in einem Bogen über die Brust und erstellt mehrere Aufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln. Die Untersuchung dauert nur unwesentlich länger als eine herkömmliche 2D-Mammographie.

Ein Computer setzt diese Einzelbilder anschließend zu einem dreidimensionalen Bildstapel zusammen. So kann die Brust Schicht für Schicht betrachtet werden.
Wie bei der klassischen Mammographie wird die Brust dabei vorsichtig komprimiert.

Durch diese Technik können Tumore, Verkalkungen und andere Auffälligkeiten deutlich präziser erkannt und lokalisiert werden. Überlagerungen von Gewebe, die bei 2D-Aufnahmen problematisch sein können, werden reduziert.

Vorteile der 3D-Mammographie

  • Bessere Erkennung kleiner Tumore
  • Besonders geeignet bei dichtem Brustgewebe
  • Weniger falsch-positive Befunde
  • Klarere Darstellung von Gewebeüberlagerungen
  • Detailliertere Darstellung von Verkalkungen und Tumorgrenzen

Mammabiopsie

Die Mammabiopsie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Entnahme von Gewebeproben aus der Brust.
Unter lokaler Betäubung wird verdächtiges Gewebe entnommen und anschließend mikroskopisch untersucht, um Veränderungen wie Brustkrebs oder gutartige Tumore sicher zu beurteilen.

Ziel der Biopsie ist es, eindeutig festzustellen, ob ein auffälliger Knoten, Mikroverkalkungen oder andere Veränderungen gutartig oder bösartig sind.
Sie gilt als die zuverlässigste Methode zur Diagnosesicherung.

Biopsieverfahren im Überblick

Feinnadelbiopsie (FNB)

Die Feinnadelbiopsie ist ein besonders schonendes Verfahren, bei dem mit einer sehr dünnen Nadel einzelne Zellen aus einem auffälligen Bereich entnommen werden.

  • minimalinvasiv und schnell
  • meist unter Ultraschallkontrolle
  • weitgehend schmerzarm
  • geringe Belastung für die Patientin

Sie dient vor allem der ersten Einschätzung, ob eine Veränderung gut- oder bösartig ist.

Stanzbiopsie (Core-Needle-Biopsie, CNB)

Bei der Stanzbiopsie wird mit einer etwas dickeren Nadel gezielt Gewebe entnommen.

  • Entnahme mehrerer Gewebeproben („Cores“)
  • höhere diagnostische Sicherheit als die Feinnadelbiopsie
  • Durchführung unter Ultraschall- oder Mammographie-Kontrolle
  • schmerzarm bis mäßig unangenehm

Dieses Verfahren ist ein Standard zur genaueren Abklärung auffälliger Befunde.

Vakuumbiopsie

Die Vakuumbiopsie ermöglicht die Entnahme größerer Gewebemengen mithilfe einer speziellen Nadel mit Vakuumtechnik.

  • besonders geeignet bei Mikroverkalkungen
  • Durchführung meist unter Röntgenkontrolle
  • häufig im Sitzen
  • sehr hohe diagnostische Genauigkeit
  • oft keine operative Entfernung notwendig

Auch dieses Verfahren gilt als schonend und ist in der Regel nur leicht bis mäßig unangenehm.

Präzise Diagnostik durch moderne Kombination

Die Kombination aus 3D-Mammographie, Sonographie und Biopsieverfahren ermöglicht eine besonders präzise, sichere und frühzeitige Diagnose von Brusterkrankungen.

Durch den Einsatz moderner, minimalinvasiver Methoden können viele Eingriffe schonend durchgeführt und unnötige Operationen vermieden werden.

Fragen und Antworten

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Die kurative Mammographie wird durchgeführt, wenn bereits Beschwerden oder ein konkreter Verdacht bestehen, z. B. bei einem tastbaren Knoten oder erhöhtem Risiko.
Sie dient der gezielten Abklärung individueller Befunde.

Die Screening-Mammographie ist hingegen eine Vorsorgeuntersuchung für beschwerdefreie Frauen zwischen 50 und 69 Jahren und wird alle zwei Jahre angeboten. Die Kosten übernimmt hierbei die gesetzliche Krankenkasse.

Da wir eine Privatpraxis sind, bieten wir ausschließlich kurative Mammographien an. Diese erfolgen ohne Überweisung und werden in der Regel als Selbstzahlerleistung durchgeführt.

Bitte bringen Sie vorhandene Voraufnahmen (z. B. Mammographien, Ultraschallbilder) sowie bereits erhobene Befunde der zu untersuchenden Region zu Ihrem Termin mit.
Diese helfen dabei, Veränderungen besser zu beurteilen und die Diagnostik zu optimieren.

Bitte tragen Sie am Untersuchungstag keine Cremes, Lotionen, Puder oder Deodorants im Brust- und Achselbereich auf.
Diese können kleine Partikel enthalten, die die Bildqualität beeinträchtigen.

Saubere und trockene Haut sorgt für optimale und aussagekräftige Aufnahmen.

Die Strahlenbelastung bei der 3D-Mammographie (Tomosynthese) ist gering und liegt im sicheren Bereich – vergleichbar mit der herkömmlichen digitalen Mammographie.
Gleichzeitig liefert sie deutlich mehr diagnostische Informationen bei nur minimal erhöhter Strahlung.

Auch bei einer Mammabiopsie ist die Strahlenbelastung sehr gering und hängt vom eingesetzten Verfahren ab.
Wird die Biopsie unter Ultraschall (Sonographie) durchgeführt, entsteht keinerlei Strahlenbelastung.

Während der Mammographie wird die Brust kurzzeitig zwischen zwei Platten komprimiert. Dabei kann ein Druckgefühl entstehen, das von manchen Patientinnen als unangenehm, selten auch als leicht schmerzhaft empfunden wird.

Die Kompression ist jedoch notwendig, um aussagekräftige Bilder zu erhalten und selbst kleine Veränderungen zuverlässig erkennen zu können.

Unser medizinisches Fachpersonal achtet selbstverständlich darauf, die Untersuchung so schonend und angenehm wie möglich durchzuführen und die Belastung für Sie gering zu halten.

Eine Biopsie wird empfohlen, wenn auffällige Befunde in der 3D-Mammographie oder im Ultraschall festgestellt werden oder wenn tastbare Knoten bzw. Verdickungen vorliegen.
Auch zur Kontrolle nach einer Operation oder Therapie sowie zur Abklärung unklarer Veränderungen kann sie notwendig sein.

Sie ermöglicht eine sichere Diagnose und schafft Klarheit, bevor weitere oder größere Eingriffe geplant werden.

Der erhobene Befund wird in der Regel noch am Untersuchungstag persönlich mit Ihnen besprochen.

Der schriftliche Befund wird Ihnen anschließend per Post an Ihre Privatadresse zugesendet.

Ja, auch Männer können eine Mammographie durchführen lassen – auch wenn dies deutlich seltener vorkommt.

Veränderungen im Brustbereich, wie Knoten, Schwellungen oder Reizungen, sollten immer ärztlich abgeklärt werden. In solchen Fällen kann eine Mammographie sinnvoll sein.

Die Untersuchung ist auch bei kleinerem Brustgewebe problemlos möglich und liefert zuverlässige diagnostische Ergebnisse.

Stand März 2026